Gastbeitrag: Wie wird man eigentlich Accessoire-DesiginerIn?

HALLO, DA DRAUSSEN! Mein Name ist Franziska Wentz. Ich bin Praktikantin bei Franziska Klee und unterstütze seit Anfang März ihr wundervolles Team. Heute möchte ich meinen Accessoire Design Studium vorstellen. Was sich alles dahinter verbirgt, könnt ihr in den nächsten Zeilen lesen.

Accessoire-Design als Studienfach

Ich habe schon immer gerne kreativ gearbeitet, gezeichnet oder für mich und meine Freunde Kleidung und Tasche genäht. Diese Leidenschaft wollte ich zum Beruf machen und bewarb mich nach meiner Ausbildung zur Modedesignerin an der Hochschule in Pforzheim. Diese ist deutschlandweit die einzige Ausbildungsstätte, die den Studiengang Accessoire-Design anbietet. Hier dreht sich alles rund um Schuhe, Gürtel, Kleinlederwaren, Taschen, Tücher, Schals, Hüte sowie um dazugehörige Details wie Schließen und andere schmückende oder funktionale Elemente.

Für mein Projekt „SOGETSU“ habe ich mit Bast experimentiert. Inspiration hierfür war die Blumensteckkunst „Ikebana“.

Handwerk kann so vielseitig sein

Diese Aussichten ließen mein Künstlerherz höherschlagen, sodass ich mich an der Hochschule bewarb und glücklicherweise genommen wurde. Es zeigte sich, dass das Studium eine gute Mischung aus Kunst, Design, Kreativität, Wissenschaft und Praxis ist, wobei wir Studenten tiefe Einblicke in die große und facettenreiche Welt der Damen- und Herrenaccessoires bekommen. So verbergen sich hinter den Tätigkeiten eines Schusters, Täschners oder einer Modistin komplett unterschiedliche Handwerksbereiche mit spezifischen Aufgaben, Kniffen und Herausforderungen. Diese gilt es in den einzelnen Semestern zu erforschen, wobei Kunst und Theorie miteinander verwoben werden.

Insgesamt umfasst der Studiengang sieben Semester, wovon jedes einzelne für einen anderen Bereich steht, in dem wir ausgebildet werden. Hauptbestandteil sind immer die kreativen Projekte, in denen wir die entsprechenden konzeptionellen, technischen und gestalterischen Grundlagen eines Kollektionsaufbaus realisieren. Dazu stehen uns viele Werkstättenmit professioneller Ausstattung zur Verfügung. Gestalterisch sind uns keine Grenzen gesetzt, sodass wir uns ausprobieren und unseren eigenen Weg finden können. Ziel ist es, sich immer wieder aufs Neue Herausforderungen zu stellen, daran zu wachsen und so einen ganz persönlichen Stil zu entwickeln.

Links: Stiefel-Studie

Rechts: Marine-Outfit mit Hosenträgern

Schlussendlich sollen die Studierenden zu „kreativen Designern mit eigener Handschrift [ausgebildet werden], die in der Lage sind, in ihren Konzepten Individualität, handwerkliche Qualität und technisches Knowhow miteinander zu verbinden; Probleme positiv zu bewältigen, lösungsorientiert zu arbeiten und dabei sowohl als Spezialist im Bereich Accessoires zu agieren als auch das Gefühl für Trends und Lebenswelten im Gesamten zu reflektieren.“ Bisherige Absolventen haben ganz unterschiedliche Berufswege eingeschlagen. Einige arbeiten bei renommierten Designern oder vertiefen ihr Wissen in einem Masterstudiengang, während andere unseren Beruf mit sozialen Projekten verbinden oder sich die Selbständigkeit trauen. Mit einem Abschluss stehen also die verschiedensten
Türen offen.

Und was macht man damit?

Im Moment absolviere ich im fünften Semester das sogenannte Pflichtpraktikum. Dabei ist es jedem Studierenden selbst überlassen, ein Unternehmen im In- oder Ausland zu wählen. Da ich kein Freund von Fast Fashion bin, habe ich mich bewusst nach einem Unternehmen umgesehen, das umweltbewusst designt, nachhaltig produziert und auf ressourcenschonende Verfahren achtet. Nach einigen Recherchen bin ich auf Franziskas Klee und ihr Fair-Fashion-Label gestoßen. Ihre Designs und vor allem die Philosophie, nachhaltig, zeitlos und transparent zu designen, haben mich direkt angesprochen. So bin ich nach Leipzig gekommen und die Zeit verging bisher wie im Flug. Ich genieße diese wunderschöne Stadt, die Gesellschaft neuer Freunde die Arbeit in Franziskas Team. Hier bekomme ich Einblicke, wie die Theorie meines Studiums in der Anwendung aussieht und lerne dabei viel. Wo ich in den nächsten zehn Jahren sein werde, steht noch in den Sternen. Ich freue mich jetzt erstmal auf das nächste Semester und bin gespannt auf das was kommt.

Falls ihr noch mehr Informationen wollt, könnt ihr auf unserer Homepage oder auf Instagram
vorbeischauen.

„Ich genieße diese wunderschöne Stadt, die Gesellschaft neuer Freunde die Arbeit in Franziskas Team. Hier bekomme ich Einblicke, wie die Theorie meines Studiums in der Anwendung aussieht und lerne dabei viel.

Franziska Klee | Praktikantin Franziska an der Nähmaschine

DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben