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Franziska Klee Blog
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Immer mal wieder bekomme ich die Frage gestellt, ob bei meinen Taschen nicht das Innenfutter fehlt. Dann sage ich, dass ich mich bewusst dagegen entschieden habe und das aus einem praktischen Grund:

Der Großteil meiner Taschen ist für den Alltag gemacht

Damit mir eine Tasche ein treuer Begleiter ist, erwarte ich persönlich, dass sie robust ist und auch mal Krümel und Dreck aushält. Auf Dauer macht das dem Innenfutter ganz schön zu schaffen. Wie oft ist es mir schon passiert, dass die Baumwolle fleckig wird oder der Futterstoff einreißt. Von der aufwändigen und nervigen Reinigung (wenn das überhaupt möglich ist) ganz zu schweigen.

Umso schöner schöner finde ich die natürlichen Eigenschaften unseres Ökoleders. Krümel lassen sich ganz einfach ausklopfen und Flecken durch die raue Struktur der Lederinnenseite mit einer speziellen Reinigungsbürste ausmassieren. Nur eines mag unser Leder nicht so gerne: Flüssigkeiten, die in der Tasche auslaufen. Sie brauchen viel Geduld, um wieder zu verschwinden.

Wünsch dir was

Egal ob #teaminnenfutter oder #teambraucheichnicht, jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse. Wenn du dir eine unserer Alltagstaschen mit einem Innenfutter wünschst, ist das kein Problem. Schreibe mir dazu einfach eine Mail.

Ich freue mich immer wieder, wenn es zu Kooperationen mit Labels und kreativen Köpfen kommt, die ich richtig toll finde. Diese Beschreibung  trifft zu 100% auf Laura und ihrem Brautkleid Label Schleifenfänger zu. Ich liebe ihren luftig leichten Stil, die Vintage-Inspirationen und nicht zuletzt, dass sie alle Kleider in ihrem Atelier in Leipzig von Hand näht. Wir haben viel gemeinsam. Auch sie geht gerne auf die individuellen Wünsche  ihrer Kunden ein. Die Liebe, die sie in ihre kleinen Kunstwerke steckt, merkt man auf jeden Fall an.

Heiraten im Boho-Style

Ihre jährliche Brautkleid Kollektion wurde diesmal inspiriert von einem dreiwöchigen Roadtrip quer durch den Südwesten der USA. Das merkt man vor allem bei der Auswahl der Farben. Zum klassischen creme, gesellt sich ein helles blau und ein wunderbares senfgelb. Mich erinnert das an unzählige Stunden, die auch ich schon auf einer Straße irgendwo im nirgendwo in Amerika verbringen durfte. Besonders freue ich mich, dass ich eine Wunschclutch für eines der fünf Outfits beisteuern durfte. Das knallige pink und fast schon übertriebene Gold versprüht für mich so ein bisschen 80s LA-Vibe. Auch Lauras Modell gefällt mir sehr gut – sehr modern interpretiert!

Passend zum Thema wurden die Kleider im Kakteenhaus des Botanischen Gartens in Halle (Saale) fotografiert . Und auch hier sieht man, wie liebevoll die Fotos und die Szenerie gestaltet wurde.

Liebe Laura, lieben Dank, dass ich ein kleiner Teil dieses tollen Projekts sein durfte.  Ihre Kollektion bekommt ihr hier. Danke auch  Franka & Thomas Photographie, dass wir die Bilder benutzen dürfen. Die Kette vom Model stammt von Flamingo Cat, ebenfalls aus Leipzig.

Weitere Bilder des Shootings bekommt ihr bei Liebe zur Hochzeit.

Vor ein paar Wochen haben wir euch erzählt, warum es uns so wichtig ist, dass unsere Produkte zu euren Lieblingsstücken werden. Wir sind super happy, euch nun etwas Neues anbieten können, von dem wir glauben, dass es ein weiteres Puzzlestück ist, das uns noch gefehlt hat. Ab sofort habt ihr die Möglichkeit unsere Produkte mit eurem Wunschtext prägen zu lassen. Hier ein paar Beispiele, was alles möglich ist:

  • Den Namen eures Kindes könnt ihr auf die Fersen unserer Babyschuhe prägen lassen.
  • Ihr könnt den Namen aber auch auf die Innenseite eurer Wickeltasche prägen.
  • Euer neues Portemonnaie könntet ihr mit euren Initialen versehen.
  • Oder eine Hochzeitsclutch mit eurem ganz besonderen Datum schmücken und somit zu einem ganz besonderen Erinnerungsstück machen.

Eurer Kreativität sind bis auf die Anzahl der möglichen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen also keine Grenzen gesetzt. Viel Spaß beim personalisieren!

Manchmal hat man das Glück, dass man zur richtigen Zeit auf die richtige Person trifft. Doch von vorne…

Für mich war Oktober 2016 ein Meilenstein in meinem Leben. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und meinen Job aufgegeben, um das zu machen, was mir am Herzen liegt. Dieses kleine Label. Seitdem bin ich mein eigener Chef und kann selbst entscheiden, wo meine Prioritäten liegen. Diese Freiheiten sind ein absolutes Geschenk, aber auch nicht immer einfach, da meine To Do Liste tendenziell eher länger als kürzer wird. Ich möchte mich aber nicht beklagen, im Gegenteil. In dieses Projekt kann ich all das stecken, was mir persönlich wichtig ist. Dabei habe ich mich in den letzten Jahren vor allem mit dem Begriff Slow Fashion auseinandergesetzt – also Mode, die zeitlos schön, handwerklich anspruchsvoll und nachhaltig ist. Mir ist aber auch wichtig, dass ich mich in irgendeiner Weise sozial engagiere. Nur wie?

Hilfe zur Selbsthilfe

Genau in dieser Phase habe ich Martin kennengelernt. Er leitet die Werkstatt der Evangelischen Stadtmission Halle (Saale). In seiner Abteilung arbeiten Menschen mit körperlicher und seelischer Behinderung. Das heißt, vom Rollstuhlfahrer bis hin zum studierten Menschen mit Burnout, ist alles dabei. Nach einer Messe sprach er mich an, ob wir nicht kooperieren könnten. Ich fand die Idee von Anfang an großartig, da ich mit meinen bescheidenen Mitteln einer Person zumindest ein bisschen die Möglichkeit geben kann, wieder an der Gesellschaft teilzunehmen. Hilfe zur Selbsthilfe eben.

Nach einigem Hin und Her haben wir eine Möglichkeit gefunden, die Baumwoll-Innenfächer unserer Wickeltaschen von einer wirklich sehr netten Dame nähen zu lassen. Sie ist mir eine riesige Hilfe und von Martin weiß ich, dass sie happy über ihre neue Aufgabe ist. Das merke ich auch daran, dass die Täschchen alle sehr akkurat und liebevoll genäht sind. Um an der Gesellschaft wieder teilzunehmen, gehört natürlich auch dazu, dass ich einen fairen Preis dafür zahle. Für mich persönlich ist diese Win-Win-Situation ein absoluter Glücksfall.

Wer es verpasst hat: Vor ein paar Wochen wurden wir gemeinsam mit unseren Freunden von Studio Oink und Büro Funkelbach zum Thema „Leipzig & seine Kreativen“ interviewt. Wir drei (oder eher sechs) haben gemeinsam, dass wir vor weniger als zwei Jahren in diese schöne Stadt gezogen sind. Im Mittelpunkt standen also vor allem unsere Motive und ein Realitätscheck, ob der (hier verhasste) Begriff „Hypezig“ wirklich Substanz hat. Auch mit etwas Abstand bin ich mit dem Interview zufrieden, da das Gefühl dieser Stadt meiner Meinung nach ganz gut eingefangen wurde.

Verrückt ist bist heute, dass unsere Gesichter auf über 1 Millionen Exemplaren grüßten und als Beilage in der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, FAZ und der Deutschen Bahn zu finden war. Das Ganze war übrigens Teil der „So geht sächsisch“-Kampagne, was nicht bedeutet, dass das Magazin blanke Werbung ist und lieblos gestaltet wurde. Das absolute Gegenteil ist der Fall. Auch die anderen Artikel finde ich sehr interessant.

Ich bin immer noch sehr dankbar, dass wir dabei sein durften. Hier könnt ihr euch das gesamte Interview nochmal durchlesen. Ab Seite 6 geht’s los…